In dieser Saison läuft es nicht wirklich rund für Newcastle. Eine Saison zum Vergessen, ein teurer Kader ohne Ertrag, ein DFB-Nationalspieler weit unter seinen Möglichkeiten – und dennoch hält die Klubführung an Trainer Eddie Howe (48) fest. Der Brite darf wohl weiter an der Seitenlinie der „Magpies“ stehen. Laut David Ornstein von „The Athletic“ genießt Howe weiterhin die volle Rückendeckung der Klubeigentümer. Er selbst will auch weitermachen.
Einigkeit nach PIF-Gipfel
Kurz vor dem 3:1-Sieg gegen Brighton am Wochenende hatte eine Delegation des Public Investment Fund (PIF) – dem saudi-arabischen Staatsfonds, der Newcastle seit 2021 als Mehrheitseigentümer kontrolliert – den Klub besucht. 25 Vertreter reisten nach Northumberland und berieten sich mit Howe und der Vereinsführung. Ornstein berichtet, dass alle Beteiligten sich einig sind: Eine Wiederholung dieser Saison kommt nicht in Frage.
In dieser Spielzeit ging viel schief: In der Premier League war Tabellenplatz 15 zwischenzeitlich Realität, der Klub hat 25 Punkte aus Führungspositionen liegen lassen – Liga-Höchstwert. Nach Rückständen erkämpften die Magpies nur drei Punkte – der niedrigste Wert der gesamten Premier League.
Dazu kommt der teuerste Transfer des vergangenen Sommers, der nicht wirklich zündete. Nick Woltemade (24) wechselte für rund 75 Millionen Euro vom VfB Stuttgart, kommt bisher wettbewerbsübergreifend auf 10 Tore in 47 Spielen. In der Champions League gelang ihm in zehn Einsätzen nur ein einziger Treffer. Immer wieder gibt es Gerüchte um einen frühen Abgang des deutschen Stürmers.
Howe übernahm Newcastle im November 2021, führte den Klub aus dem Abstiegskampf und 2022/23 mit Platz vier zurück in die Champions League. In der Saison 2024/25 qualifizierten sich die Magpies erneut europäisch und gewannen den Carabao Cup, den ersten nationalen Titel des Klubs seit 1955. Aktuell plant Newcastle eine neue Trainingsanlage für rund 200 Millionen Euro, der Klub wächst. Und Howe soll dabei sein.