Was für ein Finale in Wembley! Hull City steigt nach einem Last-Minute-Krimi in die Premier League auf, entscheidet das „lukrativste Spiel im Vereinsfußball“ erst in der fünften Minute der Nachspielzeit und ist damit der letzte Aufsteiger. Durch das späte 1:0 gegen Middlesbrough sichern sich die Tigers den letzten freien Platz im englischen Oberhaus für die Saison 2026/27. Der Aufstieg soll dem Klub insgesamt rund 230 Millionen Euro einbringen.
Lange sah alles nach Verlängerung aus. Doch dann gibt es Drama kurz vor Schluss. In der 90.+5 Minute lässt Middlesbrough-Keeper Brynn eine Flanke nach vorne abprallen – genau vor die Füße von McBurnie. Der Stürmer reagiert blitzschnell und schiebt eiskalt zum entscheidenden 1:0 ein. Die Entscheidung!
Untröstlich nach seinem Patzer, der die Pleite besiegelte: Sol Brynn (25)
Aufstieg nach Chaos-Wochen
Die Geschichte dieses Finals war ohnehin außergewöhnlich. Middlesbrough war im Halbfinale eigentlich bereits ausgeschieden, profitierte dann aber vom Spionage-Skandal rund um Southampton und Trainer Tonda Eckert und durfte doch noch nach Wembley. Hull City war darüber alles andere als begeistert und hatte im Falle einer Niederlage sogar rechtliche Schritte angedroht.
Sportlich begann das Finale nervös. Middlesbrough dominierte zunächst, kam aber kaum zu klaren Chancen. Hull verteidigte leidenschaftlich und setzte kurz vor der Pause selbst ein erstes Ausrufezeichen: McBurnie köpfte an die Latte (45.). Nach der Pause wurde das Spiel immer zäher. Krämpfe, Unterbrechungen und die lange Championship-Saison waren beiden Teams deutlich anzumerken.
Doch dann kam dieser eine Momen. Und nach insgesamt 15 Minuten Nachspielzeit steht fest: Hull City spielt erstmals seit der Saison 2016/17 wieder in der Premier League.
Für Middlesbrough geht das Warten dagegen weiter. Auch sie waren zuletzt 2016/17 erstklassig – und verpassen die Rückkehr nun auf brutalste Weise.