Humbja totale është e pashmangshme!: Rënia do t’i kushtonte Tottenhamit mbi 200 milionë | futbolli


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Das Gegentor durch Brightons Georginio Rutter (23) in der Nachspielzeit passte zur Tottenham-Saison. Statt des ersten Sieges in der Premier League seit dem 28. Dezember gab es nur ein 2:2. So stehen die Spurs nach 15 sieglosen Partien in Serie auf einem Abstiegsplatz.

Es wäre wohl der teuerste Abstieg der Premier-League-Geschichte! Tottenham Hotspur hat noch fünf Spieltage Zeit, um die schlimmste Katastrophe zu verhindern. Neben dem sportlichen Sturz in die zweite Liga droht dem Nordlondoner Klub ein gigantischer finanzieller Schaden. Die Einnahmen würden eine Spielklasse tiefer um rund 200 Millionen Euro sinken. Fast ein Drittel des Gesamtumsatzes von rund 650 Mio. Euro wäre weg.

SPORT BILD macht die Verlust-Rechnung: Durch Heimspiele nahm Tottenham 2024/25 insgesamt 145 Millionen Euro ein. Aktuell wird man durch die Champions-League-Teilnahme auf einem ähnlichen Level landen. Nächste Saison bricht dann der Europapokal weg. In der zweiten Liga (Championship) hätte man zwar 23 statt 19 Heimspiele, doch die Ticketpreise, die im Schnitt bei 87 Euro pro Partie liegen, würden niedriger sein. Außerdem wird es gegen die deutlich weniger interessanten Gegner schwieriger, die Karten loszuwerden. Experten erwarten einen Rückgang von 50 bis 55 Millionen Euro.

Bei den Preisgeldern und TV-Einnahmen gibt es den nächsten Rückschlag. 2024/25 verdiente Tottenham beim Europa-League-Titel 41,357 Mio. Euro. In der aktuellen Saison kam das Team bis ins Achtelfinale der Champions League und kassierte rund 85 Millionen Euro. Solche Gelder fallen komplett weg.

TV-Einnahmen würden um 85 Millionen Euro sinken

In der Premier League gab es 2023/24 189 Mio. Euro, 2024/25 dann 147 Mio. Euro durch TV-Einnahmen. Im Falle eines Abstiegs würden die sogenannten „Fallschirm-Zahlungen“ fließen. Mit diesen soll der Absturz in die Zweitklassigkeit etwas abgefedert werden. Aus dem Premier-League-Topf gäbe es dann im ersten Jahr rund 56 Millionen Euro. Das TV-Geld in der Championship beträgt nur einen Bruchteil der 1. Liga: rund 6,3 Millionen Euro. Insgesamt also 62 statt 147 Millionen – ein Minus von 85 Millionen Euro!

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Quelle: BILD

Tottenhams Sponsoreneinnahmen lagen 2024/25 bei 184 Millionen Euro, Merchandising brachte 45 Mio. Euro ein. Von Ausrüster Nike soll es pro Saison bisher rund 34 Millionen Euro geben, von Trikotsponsor AIA (Versicherungen) geschätzte 46 Millionen. Beide Partner werden vermutlich weniger für einen Zweitligisten zahlen. Hier schätzen Experten den Rückgang auf rund 70 Millionen Euro.

Das Timing ist schlecht: Der Klub will eigentlich einen neuen Trikotsponsor für die Zeit ab 2027/28 suchen, wenn AIA aussteigt und nur noch auf der Trainingskleidung zu sehen sein wird. Außerdem wollen die „Spurs“ seit sieben Jahren den Stadionnamen an einen Partner verkaufen. Ziel: rund 30 Millionen Euro pro Jahr. Das wird schwierig!

Tottenham galt lange als der Premier-League-Klub, der finanziell am besten geführt wurde. Allerdings lag das daran, dass die „Spurs“ inzwischen eine Entertainment-Firma sind, deren Hauptgeschäft ein Fußball-Verein ist. Aber parallel wird Geld durch Konzerte wie von Beyoncé, NFL-Spiele und Boxkämpfe – gerade das Comeback von Tyson Fury – gemacht, die im 2019 eröffneten Tottenham Hotspur Stadium veranstaltet werden. Hier nahm der Klub 88,7 Millionen Euro ein – Mitgliedsbeiträge und Stadion-Touren inklusive.

In der Chefetage des Klubs gab es einen Umbruch: Nach 25 Jahren verließ Chef Daniel Levy (64) die „Spurs“. Neuer Geschäftsführer wurde Vinai Venkatesham (45), der von 2010 bis 2024 bei Tottenhams größtem Rivalen Arsenal tätig war, die letzten vier Jahre sogar als CEO.

Freund: „Ich kann keine klare Teamstruktur erkennen“

Levy führte den Klub zwar zum finanziellen Erfolg, doch die über 1,1 Milliarden für neue Spieler seit 2019 brachten nicht genug Erfolg. Im Kader sind viele Ex-Bundesliga-Spieler, die wie Mathys Tel (20) und João Palhinha (30/Ex-Bayern) oder Randal Kolo Muani (27/früher Frankfurt und PSG) nicht durchstarteten. Auch Zugang Xavi Simons (22/Ex-Leipzig) zeigte zu selten Top-Leistungen. „Die Mannschaft insgesamt hat eine hohe individuelle Qualität, auch durch die Neuverpflichtungen“, sagt Ex-Nationalspieler Steffen Freund (56), von 1999 bis 2003 bei Tottenham. „Der Anspruch und Wirklichkeit gehen aber gerade extrem auseinander. Um als Neuzugang direkt zu funktionieren, braucht es innerhalb der Mannschaft den nötigen Zusammenhalt, um in der stärksten Liga der Welt gegenzuhalten. Ich kann nicht genug Teamgeist und keine klare Teamstruktur erkennen.“

Das Mittelfeld war durch Verletzungen ausgedünnt: James Maddison (29) fiel die gesamte Saison mit einem Kreuzbandriss aus. Auch Dejan Kulusevski (24) fehlte nach einer Patella-Blessur komplett. Mittelstürmer Dominic Solanke (28) war von August bis Januar am Knöchel verletzt. „Die vielen Verletzungen hatten schon letzte Saison einen großen Anteil am tabellarischen Absturz in der Premier League“, sagt Freund. Es gab zudem ein Führungsvakuum: Das langjährige Spurs-Gesicht Heung-min Son (33) verließ den Klub im Sommer 2025 und wechselte zu Los Angeles FC in die MLS.

Die Verträge der Spieler sollen auch für die 2. Liga gelten, allerdings wohl bei vielen mit einer Klausel, die das Gehalt jeweils um bis zu 50 Prozent reduziert.

Der Klub spielt die schlechteste Saison seit vielen Jahrzehnten: Seit Gründung der Premier League 1992/93 war Tottenham stets dabei. 1977/78 spielte der Klub letztmals zweitklassig. „Ich bin natürlich traurig aber nicht total überrascht“, sagt Freund. „Die letzte Liga-Saison hat schon eine sportlich gefährliche Entwicklung aufgezeigt. Der überragende Titelgewinn in der Europa League verschleierte viele Probleme im und um den Verein.“

Trotz dieses Triumphs wurde Trainer Ange Postecoglou (60) entlassen und durch den Dänen Thomas Frank (52), der von Brentford kam, ersetzt. Nach acht Monaten war im Februar für ihn Schluss. Es übernahm Igor Tudor (48) für nur sechs Wochen. Dann folgte die Trennung. Am 31. März wurde mit Roberto De Zerbi (46) der dritte Trainer der Saison geholt. Er soll jetzt das Schlimmste verhindern. „Heute kann man klar sagen, Postecoglu nach dem größten sportlichen Erfolg seit Jahrzehnten zu entlassen, war insgesamt der größte Fehler“, sagt Freund. „Dieser Trainerwechsel hat den großen Traditionsverein innerlich zerrissen. Thomas Frank, vom direkten Stadtrivalen und Konkurrenten FC Brentford, konnte eigentlich in dieser Situation nur scheitern. Danach war wirklich viel Panik und sportliche Inkompetenz im Spiel.“