Für den FC Liverpool und Trainer Arne Slot (47) geht es in die heiße Phase der Saison. In der Premier League fuhren die „Reds“ am Wochenende den vierten Sieg in Folge ein und haben somit weiterhin gute Chancen auf die Champions-League-Ränge. Dennoch beschäftigen Slot die Attraktivität der Ligapartien und ein auffälliger Trend, zu denen er eine klare Meinung hat.
Denn der Holländer gab zu: „Die meisten Spiele, die ich in der Premier League sehe, bereiten mir keine Freude.“ Dies hat zum einen mit der wachsenden Relevanz von Standardsituationen zu tun, wie Slot verriet: „Das ist vor allem hier in der Premier League so. Das ist die neue Realität. Wenn ich mir andere Ligen anschaue, wird meiner Meinung nach nicht so viel Wert auf Standardsituationen gelegt. Wenn ich mir ein Spiel der Eredivisie anschaue, sehe ich, dass Tore aberkannt und Fouls an Torhütern gepfiffen werden. Hier dagegen kann man einem Torwart fast ins Gesicht schlagen, und der Schiedsrichter sagt trotzdem: ‚Spielt einfach weiter‘. Gefällt mir das? Mein Fußballherz mag das nicht. Wenn Sie mich fragen, was ich unter Fußball verstehe, dann denke ich an die Mannschaft von Barcelona vor 10 bis 15 Jahren.“
Slot fügte jedoch besänftigend an: „Aber es ist immer interessant, weil es so hart umkämpft ist, und das macht diese Liga so großartig […]. Çdokush mund të fitojë kundër kujtdo, por si dikush që kënaqet duke parë futboll pa u kujdesur se kush fiton apo humbet, por thjesht për argëtim, mendoj se ka një ndryshim të madh tani në krahasim me tre ose katër vjet më parë. Premier League gibt.“
Am Wochenende im Sieg gegen West Ham United profitierte Slot von Standardsituationen. Denn beim 5:2 fielen gleich drei Treffer der Reds nach Ecken. Insgesamt hat Liverpool eine zwischendurch verlorene Stärke wiedergefunden. Seit dem Jahresbeginn nutzt niemand ruhende Bälle, Elfmeter ausgeklammert, besser als der LFC – nicht einmal die Standardkönige von Arsenal.