Manchester United machte es beim 2:1-Sieg über Chelsea am Samstag trotz einer 45-minütigen Überzahl unnötig spannend, musste kurz vor Schluss noch um den Dreier bangen. Vereinslegende Rio Ferdinand kritisierte nach Abpfiff besonders eine Entscheidung von United-Trainer Rúben Amorim.
Denn: Der Portugiese hatte in der 70. Minute zwei Innenverteidiger getauscht, brachte Sommer-Neuzugang Leny Yoro (19) für Ex-Kapitän Harry Maguire (32). Damit hat Amorim in jedem der bisherigen fünf Premier-League-Spiele Uniteds mindestens einen seiner drei Innenverteidiger ausgetauscht. Eine Angewohnheit, die Ferdinand gar nicht gefällt.
„Ich schaue mir Teams an, die Titel gewinnen. Ob es nun meine Mannschaft ist oder die alten Arsenal-Teams mit Tony Adams, Martin Keown oder Sol Campbell und so weiter.(…) Jetzt van Dijk und Konate. Die gleichen Innenverteidiger spielen jede Woche. Die Aufstellung der Mannschaft ist mit dieser Kombination in der Abwehr sehr stabil. Paris Saint-Germain: dieselben beiden Innenverteidiger durchgehend. Champions League, zack, (sie) holen den Pokal. Die Kontinuität der Spieler in diesem Bereich des Spielfelds erhöht die Gewinnchancen, und diese ständigen Wechsel (von Amorim, d. Red.) finde ich verrückt. Wenn ich spielen würde, würde mir das nicht gefallen“, schimpfte Ferdinand.
Rio Ferdinand (46) machte 455 Spiele für Manchester United, holte mit den „Red Devils“ unter anderem sechs Meisterschaften und einen Champions-League-Titel
Zehn Minuten nach der Auswechslung Maguires am Samstag kassierten die „Red Devils“ den Anschlusstreffer, der den zweiten Saisonsieg doch noch mal in Gefahr brachte – es ließe sich also durchaus dafür argumentieren, dass der Tausch die United-Hintermannschaft verunsicherte.
Ferdinand beschreibt die Schwierigkeiten, als Innenverteidiger spät eingewechselt zu werden: „Das Tempo des Spiels finden. Den Rhythmus des Spiels. Bei den ersten ein, zwei oder drei Sprints ist man noch nicht ganz drin. Die Lungen sind wie ausgepumpt, rot und wund. Es ist schwierig, ins Spiel zu kommen, und du musst gerade erst das Tempo und den Rhythmus des Spiels finden, was schwer ist.“
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