Der Hausfrieden hängt gehörig schief bei Tottenham Hotspur.
Tabellenplatz 14 in der Premier League, nur ein Sieg aus den letzten sechs Spielen und am Mittwoch die nächste Pleite gegen Bournemouth: Die Spurs straucheln gewaltig. Jetzt machte Klub-Kapitän Cristian Romero seinem Frust Luft – und griff die Verantwortlichen an.
Per Instagram-Post entschuldigte sich der Argentinier für die schwachen Leistungen bei den treuen Fans und erklärte sich und die Mannschaft für verantwortlich. Dann der wirklich spannende Teil: „In Zeiten wie diesen sollten eigentlich andere Leute das Wort ergreifen, aber das tun sie nicht – wie schon seit mehreren Jahren. Sie zeigen sich nur, wenn alles gut läuft, um ein paar Lügen zu erzählen.“
Obwohl Romero nicht klar erklärt, wen er meint, dürften seine Worte recht eindeutig als Kritik an den Klub-Verantwortlichen gedeutet werden. Denn: Die Spurs-Bosse wurden schon öfter für ihre schlechte Kommunikation angezählt, häufig fühlen sich die Fans alleine und im Dunkeln gelassen. Einigen Anhängern scheint der Innenverteidiger aus der Seele gesprochen zu haben, sie kommentieren etwa „stell sie bloß, sie brauchen Druck!“, „wahrer Kapitän“ oder „gut gesagt“ unter dem Post.
Tottenham Hotspur: Romero bekommt Zuspruch – und löscht Teil der Kritik
Auch zwei Teamkollegen zeigten ihre Zustimmung. So schrieb Pedro Porro (26): „Amen. Mach weiter, Bruder. Es liegen noch viele Schlachten vor uns.“, während Richarlison (28) ein Applaus-Emoji hinterließ.
Spannend: Romero hat den Text seit der Veröffentlichung in den frühen Morgenstunden am Donnerstag leicht abgeändert und den Vorwurf des Lügens gelöscht. Der entsprechende Satz heißt jetzt nur noch: „Sie zeigen sich nur, wenn alles gut läuft.“ Die Kritik an den Klub-Bossen verliert dadurch etwas an Heftigkeit, bleibt aber trotzdem bestehen.
Weiter geht’s für die Spurs am Samstag im FA Cup. Dort wartet in Runde 3 Aston Villa, das Tottenham schon in der letzten Saison aus dem Pokal warf. Sollte dies wieder passieren, dürfte die Stimmung bei Tottenham weiter Richtung Nullpunkt sinken.
